Definieren Sie Ihren Bankroll
Ihr Wett-Bankroll ist Geld, das Sie ausdrücklich für Wetten beiseitegelegt haben — getrennt von Miete, Essen, Ersparnissen und Notgroschen. Es muss Geld sein, das Sie vollständig verlieren können, ohne dass es Ihr Leben berührt.
Wer keinen getrennten Bankroll bequem abzweigen kann, sollte nicht wetten. Das ist die wichtigste Regel des professionellen Spiels.
Legen Sie Ihre Einheit fest
Eine „Einheit“ ist Ihre normale Einsatzgröße. Profis nehmen typischerweise 1–3% des Bankrolls je Einheit. Bei 5.000 € Bankroll sind das 50–150 € pro Wette.
Für die meisten sind 2% pro Wette eine vernünftige Voreinstellung. Das entspricht ungefähr Viertel-Kelly bei 4% Vorteil. Größere Einheiten beschleunigen das Wachstum, erhöhen aber die Varianz — siehe unseren Kelly-Anteilsvergleich mit den Verlaufskurven.
Passen Sie die Einheit mit dem Bankroll an
Ein verbreiteter Fehler: die Einheit einmal auf 50 € setzen und nie anpassen. Wächst der Bankroll, senken Sie faktisch Ihren Kelly-Anteil. Schrumpft er (in einer Abwärtsphase), erhöhen Sie ihn faktisch — genau das Gegenteil des Richtigen.
Die Lösung: die Einheit monatlich neu berechnen, oder bei jeder Veränderung des Bankrolls um 20%. Prüfen Sie mit unserem Limit-Toleranzrechner, ob auch der Höchsteinsatz Ihres Anbieters eine Schranke ist.
Rechnen Sie mit Drawdowns
Selbst mit einem echten Vorteil von 5% werden Sie irgendwann einen Bankroll-Drawdown von 30% erleben. Die mentale Vorbereitung ist die halbe Miete. Unser Drawdown-Rechner liefert Wahrscheinlichkeiten für die schlimmsten Fälle über Ihre erwartete Stichprobe.
Mit unserem Serien-Überlebensrechner sehen Sie, welche Verlustserien Sie erwarten sollten. Auch großartige Wetter verlieren regelmäßig 6–8 in Folge.
Wann Sie Gewinne entnehmen sollten
Reine Mathematik sagt: alles reinvestieren, bis das Ziel erreicht ist. Die Realität sagt, dass Sie in starken Aufwärtsphasen teilweise entnehmen sollten, um Gewinne zu sichern und Tilt vorzubeugen.
Unser Bankroll-Entnahmeplaner modelliert das wie ein FIRE-Rechner: tragfähige monatliche Entnahmen, während der Zinseszins weiterläuft. Entscheiden Sie vorab, nicht im Moment der Hitze.
Wann Sie aufhören sollten
Zwei Abbruchbedingungen:
1. Bankroll halbiert trotz bestätigtem Vorteil — entweder hat Sie ein Varianzereignis erwischt, wie es einmal im Jahrzehnt vorkommt, oder Ihr Vorteil ist durch Marktveränderungen verschwunden. Pause machen, neu bewerten.
2. Verhaltenssignale — wenn Sie Verlusten hinterherjagen, größer setzen, um überhaupt etwas zu spüren, oder Wetten vor Ihrem Partner verbergen, ist es Zeit aufzuhören. Lassen Sie regelmäßig unseren Tilt-Detektor laufen. Zeigen sich Anzeichen, sehen Sie in [page:responsible|unsere Hinweise zum verantwortungsvollen Spielen].
Fazit
Bankroll-Management ist die langweilige, unglamouröse Fähigkeit, die Gewinner von ruinierten Gewinnern trennt. Halten Sie eine strikte Einheitsgröße ein, rechnen Sie monatlich neu, rechnen Sie mit Drawdowns und legen Sie klare Abbruchbedingungen fest. Wer Gelddisziplin so ernst nimmt wie die Analyse, ist in fünf Jahren noch dabei.